Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Institut für Pathologie
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Hartschnitt-Technik

Die HARTSCHNITT-TECHNIK wird vorwiegend zur Herstellung mikroskopischer Präparate von Knochenmarks-Stanzzylindern für die hämatologische Diagnostik eingesetzt. Neben der Paraffin-Einbettung nach Kurzentkalkung wird von jeder Knochenmarksbiopsie auch ein Teil in Kunststoff eingebettet.

Bei den üblicherweise in der Lichtmikroskopie verwendeten Einbettmitteln (wie Paraffin) kommt es bei Proben mit Bestandteilen unterschiedlicher Härtegrade – wie beispielsweise den fragilen Zellen des Knochenmarks neben dem verkalkten Knochen – häufig zur Artefaktbildung beim Schneiden. Im Gegensatz dazu können nach einer Kunststoffeinbettung aufgrund der homogenen Aushärtung der Probe auch ohne Entkalkung gleichmäßige Dünn- und Semidünnschnitte für die histomorphologische Untersuchung angefertigt werden.

Dabei bleiben morphologische Details, die insbesondere bei der Beurteilung hämatopoetischer Zellen für die Diagnose entscheidend sein können, ausgezeichnet erhalten. In diesen unentkalkten, in Kunststoff eingebetteten Proben lassen sich zudem die mineralisierten Strukturen besser beurteilen. Sowohl die Mineralmatrix als auch die knorpeligen und ligamentösen Gewebe sind sehr gut erhalten, sodass die Hartschnitt-Technik unter anderem auch zur Diagnostik von Osteopathien eingesetzt werden kann.

Die sehr schonende und gleichmäßige Aushärtung des Kunststoffes bei niedriger Polymerisationstemperatur resultiert nicht nur aufgrund geringer Schrumpfungsartefakte in einer hervorragenden Morphologie sondern auch im Erhalt der Antigenität der zellulären Strukturen. Neben den histochemischen Routinefärbungen können so auch enzymatische und immunhistochemische Untersuchungen sowie in-situ-Hybridisierungen an in Kunststoff eingebetteten Proben erfolgen.

Die Herstellung eines Hartschnittpräparates nimmt fünf bis sieben Arbeitstage in Anspruch. Der Befund zu einer Knochenmarks-Stanzbiopsie mit hämatologischer Fragestellung wird in Abhängigkeit vom nötigen Umfang der immunhistologischen Untersuchungen in frühestens sieben Arbeitstagen nach Eingang der Biopsie übersandt.

Wir bitten um Übersendung der Knochenmarks-Stanzbiopsien in den von uns zur Verfügung gestellten und mit Aceton gefüllten Einsendegefäßen (lesen Sie hierzu auch unsere Informationen für Einsender).

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Letzte Änderung: 05.10.2016 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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